Scheune und Stall entrümpeln
Ein Wirtschaftsgebäude wird anders geräumt als ein Wohnraum, und der Unterschied liegt nicht in der Größe. In einer Scheune liegt selten Hausrat, sondern Material: Holz in vier Güten, Metall, Reifen, Bauschutt, Restbestände aus Arbeiten, die vor Jahrzehnten aufgehört haben. Wer das als eine einzige Ladung abfährt, zahlt für alles den Satz des teuersten Anteils. Deshalb wird hier zuerst getrennt und dann geladen.
- Getrennt wird auf dem Hof, nicht erst an der Annahmestelle
- Altholz wird nach Güte sortiert, weil davon der Entsorgungsweg abhängt
- Was nach Gefahrstoff aussieht, bleibt liegen und wird gemeldet, nicht mitgenommen
- Der Rauminhalt wird vor Ort bestimmt, auch wenn niemand die hintere Ecke kennt
- Belege der Annahmestellen kommen zur Rechnung, ohne Aufschlag darauf
Warum ein Wirtschaftsgebäude nicht wie ein Wohnraum geräumt wird
Beim Räumen eines Wohnraums geht es um Möbel, Kartons und Textilien, und der weitaus größte Teil davon landet auf demselben Weg. Bei einem Wirtschaftsgebäude ist es umgekehrt: Fast jeder Posten hat einen eigenen Weg, und der Unterschied zwischen richtig und falsch getrennt ist der Unterschied zwischen zwei Rechnungen, die nicht in derselben Größenordnung liegen.
Dazu kommt die Bauweise. Ein Scheunenboden trägt nicht überall gleich, ein Zwischenboden ist häufig für Lagerung und nicht für Personen gebaut, und die Beleuchtung endet drei Meter hinter dem Tor. Das ändert nichts an der Machbarkeit, aber alles an der Reihenfolge.
Und schließlich der Umfang. In einer Scheune wird über Jahrzehnte hinein- und nur selten herausgeräumt. Was von vorne nach einem halben Tag aussieht, ist regelmäßig ein ganzer, weil hinter der ersten Reihe noch drei weitere stehen.
Was typischerweise darin steht
Diese sechs Gruppen finden sich in fast jedem Wirtschaftsgebäude wieder, und jede davon wird anders behandelt.
- Holz aus Rückbau, Paletten, Bretter, Balken, altes Mobiliar aus dem Betrieb
- Metall: Träger, Rohre, Zäune, Werkzeug, Ersatzteile, Kleinteile in Eimern
- Reifen mit und ohne Felge, oft in größerer Zahl als erinnert
- Bauschutt, Steine, Dachziegel, Reste von Estrich und Putz
- Elektrogeräte und Motoren, vom Kühlgerät bis zur ausgebauten Pumpe
- Restbestände in Gebinden: Farben, Öle, Betriebsstoffe, Reinigungsmittel
Altholz ist nicht gleich Altholz
Der größte Anteil in einer Scheune ist fast immer Holz, und genau dort wird beim Räumen am meisten falsch gemacht. Die Altholzverordnung unterscheidet vier Kategorien, von naturbelassenem Holz über behandeltes und beschichtetes Holz bis zu Holz mit Holzschutzmitteln. Sie heißen A I bis A IV, und sie bestimmen, wohin das Material geht.
Praktisch heißt das: Unbehandelte Bretter, Paletten und Balken sind eine Sache. Lackierte Türen, beschichtete Platten und alte Fenster mit Rahmen sind eine zweite. Bahnschwellen, imprägnierte Zaunpfähle und Konstruktionsholz aus dem Außenbereich sind eine dritte, und diese dritte ist die teure.
Wir sortieren deshalb schon beim Herausräumen und stapeln getrennt auf dem Hof. Das kostet beim Räumen etwas mehr Zeit und spart an der Annahmestelle regelmäßig ein Vielfaches davon. Was sich nicht sicher zuordnen lässt, behandeln wir wie die höhere Kategorie und sagen Ihnen das vorher.
Wo wir aufhören und ein Fachbetrieb übernimmt
Es gibt Material, das wir nicht anfassen, und das ist keine Bequemlichkeit, sondern Vorschrift. Der wichtigste Fall sind Faserzementplatten, wie sie als Wellplatten auf vielen älteren Wirtschaftsgebäuden liegen. Stammen sie aus der Zeit vor dem Verbot, können sie Asbest enthalten, und der Umgang damit ist in der Technischen Regel für Gefahrstoffe 519 geregelt und einem geschulten Fachbetrieb vorbehalten.
Dasselbe gilt für alte Dämmstoffe unklarer Herkunft, für Gebinde mit unbekanntem Inhalt und für Betriebsstoffe in größerer Menge. Wir erkennen solche Posten beim Aufmaß, weisen darauf hin und lassen sie stehen. Wer sie einfach mit auflädt, verlagert ein Problem und macht es dabei größer.
Was wir stattdessen tun: Wir halten fest, was und wie viel es ist, und räumen alles darum herum. So kann der Fachbetrieb an einer geräumten Fläche arbeiten, und Sie haben zwei getrennte Vorgänge statt eines unklaren.
Wie ein Räumaufmaß in einem Wirtschaftsgebäude abläuft
Ein Aufmaß dauert hier länger als in einer Wohnung, und das ist gut angelegte Zeit.
Wir gehen das Gebäude vollständig ab, auch die hintere Ecke und den Zwischenboden
Der Rauminhalt wird in Kubikmetern geschätzt, getrennt nach Materialgruppen
Auffällige Posten werden benannt: Gebinde, Dämmstoffe, Faserzement, Motoren
Wir prüfen die Zufahrt und wo ein Fahrzeug samt Ladung stehen kann
Es wird festgelegt, was Sie behalten wollen, und dieses wird markiert
Sie bekommen ein Angebot mit Materialgruppen, Zeitansatz und Betrag
Am Räumtag wird auf dem Hof sortiert und erst danach geladen
Wovon der Betrag abhängt
Gerechnet wird nach geräumtem Rauminhalt, mit einem Satz je Kubikmeter, der beispielsweise bei ab 39 € liegt. Lässt der Umfang sich schwer abschätzen, weil sich hinter der ersten Reihe eine zweite verbirgt, wechseln wir auf die aufgewendete Zeit, etwa mit ab 15 € je Stunde. Welche der beiden Rechenarten Sie billiger kommt, hören Sie im Aufmaßtermin.
Gebühren der Annahmestellen laufen unverändert durch. Wir schlagen nichts darauf und packen sie auch in keine Pauschale, denn ihre Höhe hängt genau an jener Materialtrennung, um die es auf dieser Seite geht. Braucht es ein zweites Fahrzeug, weil eines nicht ausreicht, erscheint es mit 24 € je Stunde im Angebot und rückt nur gemeinsam mit dem ersten an.
Was den Betrag am stärksten senkt, ist nichts von alledem, sondern die Vorarbeit: Wenn vor unserem Eintreffen feststeht, was bleiben soll, entfällt am Räumtag das Nachfragen. Jede Rückfrage im laufenden Betrieb hält drei Personen gleichzeitig auf.
Was am Ende übergeben wird
Am Ende steht ein leeres Gebäude, ausgekehrt und begehbar. Was darüber hinausgeht, also Reinigung, Ausbesserung oder das Entfernen fest verbauter Einbauten, ist eine eigene Aufgabe und gehört als eigene Zeile ins Angebot, wenn sie gewünscht ist.
Sie bekommen dazu die Belege der Annahmestellen, aufgeschlüsselt nach Materialgruppen. Bei Räumungen im Auftrag von Erben, Verwaltungen oder Käufern ist genau das regelmäßig verlangt, und es ist auch sonst das einzige Papier, mit dem sich später nachweisen lässt, wohin etwas gegangen ist.
Und ein Hinweis, der öfter gebraucht wird, als man denkt: Wenn in einem Wirtschaftsgebäude noch brauchbare Werkzeuge, Beschläge oder Maschinenteile liegen, sagen Sie es vorher. Was einmal auf dem Wagen liegt, kommt nicht zurück.
Nachgefragt zum Räumen von Scheune und Stall
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Wie lange dauert das Räumen einer Scheune?
Bei einem mittleren Gebäude mit einer Ebene ist es ein Tag, sobald der Umfang bekannt ist. Kommen ein Zwischenboden, ein angebauter Stall oder ein Außenlager dazu, werden es zwei. Die Zeitspanne nennen wir mit dem Angebot und nicht am Räumtag.
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Müssen wir vorher aufräumen?
Nein, aussortieren müssen Sie nicht. Hilfreich ist nur, vorher zu wissen und zu markieren, was bleiben soll. Alles andere machen wir, und das Sortieren nach Material gehört ohnehin zu unserer Arbeit und nicht zu Ihrer.
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Was passiert, wenn wir Asbest vermuten?
Dann fassen wir es nicht an. Wir halten fest, worum es sich handeln könnte, räumen darum herum und weisen darauf hin, dass hierfür ein geschulter Fachbetrieb nach der Technischen Regel für Gefahrstoffe 519 zuständig ist. Eine Beurteilung, ob wirklich Asbest vorliegt, treffen wir nicht.
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Nehmen Sie auch Altreifen und Elektrogeräte mit?
Ja, beides geht über eigene Wege und wird deshalb getrennt gestapelt und getrennt abgerechnet. Die Kosten der jeweiligen Annahmestelle geben wir unverändert weiter. Werden zusätzlich Kräfte für schwere Einzelteile gebraucht, stehen sie mit ab 25 € je Stunde im Angebot.
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Können Sie Brauchbares verwerten statt entsorgen?
Wo es sich anbietet, ja, und es senkt den Anteil, der auf die Annahmestelle geht. Versprechen lässt sich das aber nicht, weil es vom Zustand abhängt. Sagen Sie uns beim Aufmaß, was Ihnen wichtig ist, dann behandeln wir es entsprechend.
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Räumaufmaß für Scheune oder Stall
Schreiben Sie uns über das Anfrageformular, was geräumt werden soll, dann sehen wir uns das Gebäude vollständig an.
- Ihre Anfrage im Formular erreicht uns immer, das Telefon Mo-Fr 9-18 Uhr
- Gesetzliche Umzugshaftung: 620 Euro für jeden Kubikmeter Laderaum
- Die Zahl im Angebot ist dieselbe Zahl auf der späteren Rechnung
- Wir messen bei Ihnen auf, ohne Rechnung und ohne jede Bindung
01579-2657043